Vom Rhein zum Wein - Auf dem Weg zur Leader-Region


Vom Rhein zum Wein – Auf dem Weg zur LEADER - Region

Seit Juli 2021 haben sich viele Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen, Wünschen und Vorstellungen für ihre Region aktiv in den Erstellungsprozess eingebracht. Die wichtigsten Inhalte, Handlungsfelder und Ziele der Entwicklungsstrategie und wie es im Falle einer Anerkennung in der LEADER-Region „Vom Rhein zum Wein“ weitergeht wurden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung geklärt. Die Antworten dazu finden sich im Aktionsrahmen, genannt LILE.

Marcus Schaile, Bürgermeister der Stadt Germersheim, fasst zusammen: „Hinter jeder Region verbirgt sich ein ganz besonderer Schatz: Jeder Ort und jedes Gebiet ist vielfältig, einzigartig und hat gerade auch in einem ländlich geprägten Raum seine eigenen Stärken und regionale Qualitäten. Es lohnt sich, genau diese Facetten weiter kontinuierlich auszubauen und weiterzuentwickeln, um sie an die veränderten Bedürfnisse der Zukunft anzupassen.(…) Gemeinsam haben wir eine umfassende, anspruchsvolle und nachhaltige Strategie entwickelt, damit unsere Heimatregion attraktiv für alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste bleibt und sich weiter zukunftsfähig aufstellen kann.“

Zwei „bedingende Elemente prägen die Region“ heißt es im Konzept. Und so beruht das Leitbild „Vom Rhein zum Wein auf einer naturräumlichen Prägung, Infrastruktur, und sozialer, ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit“. Insgesamt leben 95.194 Bürgerinnen und Bürger im Aktionsgebiet, das 347,36 Quadratkilometer umfasst. Der Aktionszeitraum ist von 2023 bis 2029 – vorausgesetzt die Region wird als LEADER-Region anerkannt. Mit der Anerkennung als LEADER-Region geht der Zugriff auf ein festes Budget an EU-Mitteln für die Umsetzung von innovativen Projekten einher.

Die Ziele: die Entwicklung der Region fokussieren – bei der nachhaltigen Landnutzung und beim Erhalt des natürlichen und kulturellen Erbes, die flächendeckende Digitalisierung, Klimaschutz, Klimaanpassung und Ausbau Erneuerbarer Energien, regional vernetztes touristisches Angebot, weiterer Ausbau der öffentlichen und privaten Infrastruktur.

Erster Beigeordneter Eberhard Frankmann: „In vier ‚Arbeitsgruppen wurden für den Antrag auf Anerkennung als LEADER-Region Handlungsfelder und innovative Vorhaben und Projekte mit als Antragsbegründung und Ausblick erarbeitet. Wir hoffen sehr, dass unsere LEADER-Region als solche anerkannt wird und dann auch in unserer Verbandsgemeinde mit öffentlichen Mitteln gute Projekte initiieren und umgesetzt werden können. Dabei stehen auch kleinere Projekte, von Vereinen und Verbänden, Organisationen, den Gemeinden im Focus, für die es ansonsten keine öffentliche Zuwendung gibt.“

Die Betrachtung der Region, die Ergebnisse der Evaluierung, Näheres zum Leitbild und zur Entwicklungsstrategie selbst, Einblicke in den Aktionsplan und was sich hinter den Leuchtturmprojekten (etwa der Rad-Naturerlebnisweg Vom Rhein zum Wein“) verbirgt wie auch Informationen zu den Förderbedingungen – das alles steht im LILE - und das ist hier zu finden.

Hintergrund

Im Mai 2021 sprach sich der Verbandgemeinderat einstimmig für die Beteiligung der Verbandsgemeinde Edenkoben an der LEADER-Region „Vom Rhein zum Wein“ aus. 

Dann im Oktober 2021 beschlossen die Ratsmitglieder einstimmig den Beitritt der Verbandsgemeinde Edenkoben zur Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Vom Rhein zum Wein“. Des Weiteren wurde der Eigenanteil der Verbandsgemeinde Edenkoben in Höhe von 4.073 Euro für die Erstellung der „Lokalen integrierten ländlichen Entwicklungsstrategie (LILE)“ bereitgestellt. Das Institut für Ländliche Strukturforschung ifls aus Frankfurt wurde mit acder Erstellung der LILE beauftragt. Und sollte die Anerkennung als LEADER-Region erfolgreich sein, stellte der Verbandsgemeinderat schon die Weichen und beschloss den Eigenanteil in Höhe von 9.003 Euro jährlich für die Haushaltsjahre 2023 bis 2027 bereit zu stellen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 54.000 Euro, der Eigenanteil der Kommunen beträgt abzüglich der Förderung 19.000 Euro. 

Mit LEADER werden seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert. Angesichts der erfolgreichen Umsetzung des rheinland-pfälzischen LEADER-Ansatzes in den vergangenen EU-Förderperioden wird die LEADER-Förderung in Rheinland-Pfalz in der EU-Förderperiode 2021-2027 fortgeführt. Die Abkürzung "LEADER" ist aus der französischen Bezeichnung eines EU-Förderprogramms abgeleitet (Liaison entre actions de dévelopement de l'économie rurale), was so viel bedeutet wie "Verbindung zwischen Aktionen zur ländlichen Entwicklung". 

Text: KOBRA Beratungszentrum, Ivonne Trauth, Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben