Verabschiedung von langjährigem Standesbeamten


„Eine Institution verabschiedet sich in den verdienten Ruhestand. Von der Wiege bis zur Bahre begleitete Uwe Hellman das Leben von Bürgerinnen und Bürgern in unserer Verbandsgemeinde,“ blickten Bürgermeister Daniel Salm und Erster Beigeordneter Eberhard Frankmann bei der Verabschiedung zurück. „Wenn ein Mitarbeiter wie er, mehr als 35 Jahre lang im Standesamtswesen unterwegs war, kann man ihm sicher abnehmen, dieses Amt mit Engagement und Freude ausgeübt zu haben. Trauungen waren sicher die schönsten Seiten seiner Arbeit, aber in den über 35 Jahren musste sich Uwe Hellmann kontinuierlich mit neuen Vorschriften und Regelungen auseinandersetzen und diese rechtssicher anwenden. Ob es ums Namensrecht, gleichgeschlechtliche Eheschließungen oder um Brautpaare unterschiedlicher Nationalitäten ging, die Arbeit wurde zunehmend komplexer. Wir wünschen Uwe Hellmann von Herzen alles Gute in seinem verdienten Ruhestand.“ 

Seine Laufbahn begann Uwe Hellmann in der Stadt Landau, als Beamtenanwärter durfte er dort die unterschiedlichen Fachbereiche kennenlernen. Darunter auch das Standesamt. Mit der Erkrankung des Kollegen, blieb er dort wesentlich länger als die üblichen drei Monate. „Das hat mir gut gefallen und so bin ich geblieben“, erinnerte er sich. Als dann die Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben einen Standesbeamten suchte, bewarb er sich um die Stelle. Und im Oktober 1989 wurde Hellmann vom damaligen Bürgermeister Horst Frank zum Standesbeamten bestellt. 

„Ich würde es wieder tun“, blickte der Standesbeamte zurück auf ein erfülltes Arbeitsleben und erinnert sich gern zurück an die vielen Glücksmomente bei Hochzeiten. Insbesondere die Trauungen auf der Villa Ludwigshöhe in Edenkoben habe er immer gerne gemacht. Kalte Füsse bei Braut oder Bräutigam, das sei ihm nie untergekommen, bei ihm haben alle geheiratet - wenn auch einige Zeit später in einem anderen Standesamt, weil der Bräutigam im Vorfeld zu stark gefeiert hatte. 

Beglaubigungen, Namensänderungen, Kirchenaustritte, Geburten, Sterbefälle, das Ausstellen von Fischereischeinen, Vertretung für das Sachgebiet Friedhof und Sicherheitsüberprüfungen bei Grabsteinen das zählte Hellmann zu seinen Aufgaben. Viele Jahre war der Standesbeamte auch Marktmeister beim Großen Weinfest der Südlichen Weinstraße in Edenkoben – auf Anfrage der Stadt Edenkoben. „Was ganz anderes, das hat immer Spaß gemacht.“

 Vieles habe sich mit dem Einzug der Computer geändert. „Lassen wir das die Jungen machen, die damit aufgewachsen sind“, übergibt der Pensionär an die Nachfolgerin Victoria Wörner. 

Text und Bild: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben