Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept

Wie kann ich mich beteiligen?

In den vergangenen Jahren bestimmten immer wieder Starkregenereignisse und deren Folgen das Leben in ganz Rheinland-Pfalz. Aktuell lässt die Verbandsgemeinde mit Förderung des Landes ein örtliches Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept erarbeiten. Der offizielle Startschuss fiel im November 2022. Gemeinsam mit den Ortsspitzen, den Bürgerinnen und Bürgern, den Feuerwehren, Förstern, Landwirten, Winzern und dem Ingenieurbüro igr aus Rockenhausen wird die Verbandsgemeinde Edenkoben in zwei Jahren ein Konzept zur Hochwasser- und Starkregenvorsorge erstellen. Nun geht es in die nächste Runde: Die Ergebnisse aus den Workshops und Ortsbegehungen werden vorgestellt. 

Vorstellung der Ergebnisse in Gleisweiler

Am 13. Juni 2024 fand der zweite Bürgerworkshop für die Ortsgemeinde Gleisweiler im Zehnthof statt und wurde von ca. elf Bürgerinnen und Bürgern besucht. 

Nach einer kurzen Begrüßung durch Bürgermeister Daniel Salm wurde den Anwesenden vom Ingenieurbüro igr ein Überblick über allgemeine Hochwasser- und Starkregenvorsorgemaßnahmen sowie spezielle Maßnahmenvorschläge für die ermittelten kritischen Stellen in Gleisweiler vermittelt.

Die zentralen Themen waren der Außengebietszufluss über die Wirtschafts- und Wanderwege vom Teufelsberg, insbesondere zur Klinik in der Badstraße und zur Bergstraße, sowie die überbaute Tiefenlinie des offiziell namenlosen Baches („Lützelbach“), welcher oberhalb der Klinik aus zwei Quellen entspringt.

Um die Häufigkeit und Menge des aus dem Wald zufließenden Niederschlagswassers zu reduzieren, wurden Maßnahmen an den Wegen und in den Tiefenlinien zur dezentralen Rückhaltung und Versickerung des Niederschlagswassers vorgeschlagen. Hierbei sollen Wege entsprechend profiliert und kleine Wegrandmulden angelegt werden.

Maßnahmen in der Tiefenlinie sind schwieriger und kostspieliger umzusetzen, da diese vollständig überbaut ist und neben dem verrohrten Bach auch die Erschließung im Mischwassersystem zu Problemen durch Überstau führt.

Die wichtigste Maßnahme ist daher der Objektschutz. Die Gebäude im Bereich der Tiefenlinie sollten Maßnahmen gegen einen Wasserzufluss ins Gebäude ergreifen, insbesondere Kellerfenster und tiefliegende Türen sind gefährdet. Auch sollte immer ein Abflussweg freigehalten werden, so dass das Niederschlagswasser entsprechend des Gefälles abfließen kann. Um den Mischwasserkanal zu entlasten, sollte so viel Niederschlagswasser wie möglich dezentral zurückgehalten und Flächen entsiegelt werden.

Langfristig erscheint die Schaffung eines Notabflussweges über die Kronstraße und ggf. einer neuen Bachverrohrung unter dieser zum Hainbach als eine geeignete Maßnahme, um das Kanalsystem und die Tiefenlinie zu entlasten.

Einer der wichtigsten Punkte, der vermittelt werden sollte, ist aber, dass auch wenn öffentliche Maßnahmen z.B. in den Außeneinzugsgebieten ergriffen werden, trotzdem immer ein Risiko bestehen bleibt. Insbesondere in den Tiefenlinien sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten prüfen, ob Objektschutzmaßnahmen sinnvoll sind und wie der Wasserhaushalt auch auf den eigenen Grundstücken durch z.B. Entsieglung oder das Errichten von Rückhaltemaßnahmen zum Beispiel im Rahmen einer Bewässerung erfolgen kann.

Im Anschluss wurde noch im kleinen Kreis bei einem Glas Wasser oder Saft diskutiert und Detail-Fragen gestellt.
Text und Bild: igr

Präsentationen: Vorstellung der Ergebnisse 

Fragebögen-Aktion

Sie sind eingeladen Fragebögen zu Starkregenereignissen Ihrer Gemeinde zu beantworten und sich somit aktiv an der Sammlung von Erkenntnissen zu beteiligen. 

Die Fragebögen gibt es

hier 
- oder bei der Sprechstunde Ihrer Ortsbürgermeisterin oder Ihrer Ortsbürgermeister.

Die ausgefüllten Fragebögen können Sie bei Ihrer Ortsgemeinde abgeben oder per Email an die Ortsbürgermeisterinnen und Ortsbürgermeister senden. 

Sie sind eingeladen, an den Bürgerworkshops teilzunehmen. Aufgrund der Größe der Verbandsgemeinde wird die Beratung in Gruppen aufgeteilt stattfinden. Sie werden gesondert zu den bevorstehenden Terminen eingeladen.


Startschuss, nichtöffentliche Ortsbegehungen, Workshops und öffentliche Ortsbegehungen, Vorstellungen von Ergebnissen

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