Feuerwehrball in Edenkoben


Statt im Einsatz auszurücken oder gemeinsam zu üben, kam die Feuerwehrfamilie zusammen, um das zu feiern, was sie über den ehrenamtlichen Einsatzdienst verbindet: Kameradschaft, Freundschaft und Gemeinschaft. Gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern, mit Freunden und der Familie genossen alle einen festlichen Abend – ausgerichtet von der Roschbacher Feuerwehr.

Erster Beigeordneter Eberhard Frankmann begrüßte im schön geschmückten und vollen Kurpfalzsaal über 200 Gäste und freute sich über die lange und wichtige Tradition des Feuerwehrballs. Wehrführer Marco Brutscher dankte seiner Wehr und allen Helfern, insbesondere der Jugend, die auf eigenen Wunsch in der Küche mitanpackten und auch für die überaus geschmackvollen Sitzplatzschilder verantwortlich zeichneten. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jens Thiele freute sich erneut dabei zu sein „beim kreisweit einzigartigen Feuerwehrball“. Sein Dank galt dem starken Partner Verbandsgemeinde Edenkoben auch im Hinblick auf die noch kommenden Herausforderungen in den nächsten Jahren. Zum ersten Mal dabei, zeigte sich Wehrleiter Florian Roos beeindruckt vom Bild, das sich ihm bot. Der Feuerwehrball sei ein schöner Rahmen, um miteinander ins Gespräch zu kommen, die Kameradschaft eben auch außerhalb des Einsatzes, der Übungen und Sitzungen zu pflegen. Bürgermeister Daniel Salm dankte der starken Gemeinschaft, die 24/7 für unsere Sicherheit sorgt und gemeinsam Herausforderungen bewältigt.

In einer Schweigeminute gedachte die Feuerwehrfamilie den verstorbenen David Popp und Heinz Hünerfauth.

Verpflichtungen und Ehrungen

Die Aufnahme in den Dienst der Feuerwehr stand gleich als Erstes auf dem offiziellen Programm. Mit Handschlag verpflichtet wurden: Tim Bettendorf, Benjamin Hetterling und Anton Graf (Edenkoben), Felix Jacqui (Edesheim) und Angela Laue-Derwald (Altdorf). Im Gespräch mit Bürgermeister Daniel Salm war zu erfahren, dass sich Angela Laue-Derwald nach einem Grundlehrgang im Betrieb fürs Bleiben in der Altdorfer Wehr entschieden hat. Von einem familiären Background durch den Vater berichtete Anton Graf. „Ohne Feuerwehr geht es nicht“, so der Finanzschüler Tim Bettendorf, der nun in seiner Heimatgemeinde wie auch in seiner zweiten Heimat in Edenkoben in der Feuerwehr aktiv ist. Er sei hier, „weil viel zu wenige diesen ehrenamtlichen Dienst machen möchten“, betonte Benjamin Hetterling.

Mit der Urkunde für ihre zehnjährige Zugehörigkeit bei der Feuerwehr geehrt wurden: Finn Berger und Linus Wagner (Edesheim). Vanessa Herz (Gommersheim), Max Schalk (Edenkoben), Maurice Tischer (Freimersheim) und Lina Marie Wadle (Gleisweiler) erhielten für ihre 15-jährige Feuerwehrzugehörigkeit ebenfalls eine Urkunde.

Kevin Aigner (Edenkoben), Carsten Rub (Hainfeld) und Andreas Wiß (Flemlingen) wurden für 20-jährige Feuerwehrzugehörigkeit mit der bronzenen Feuerwehrmedaille der Verbandsgemeinde Edenkoben ausgezeichnet.

Für 25-jährige Feuerwehrzugehörigkeit mit der bronzenen Feuerwehrmedaille des Landes Rheinland-Pfalz geehrt wurden Christian Bourdy, Marco Schwarz und Sebastian Wörner (Edesheim), Tobias Doll, Lukas Henrich und Pascal Rupprecht (Großfischlingen), Rainer Kurz und Daniel Lutz (Venningen), Christoph Müller (Kleinfischlingen).

Die Silberne Ehrenmedaille der Verbandsgemeinde ging für 30-jährige Feuerwehrzugehörigkeit an Marco Brutscher (Roschbach).

40 Jahre aktive Tätigkeit in der Feuerwehr, da erlebt man viel: Im Gespräch mit Bürgermeister Daniel Salm erinnerten sich die Geehrten an ihre ersten Einsätze. Stefan Paulus (Edenkoben) berichtete von seinem ersten großen Brand in der Freimersheimer Mühle mit Blick auf einen „orangefarbenen Horizont – das bleibt im Kopf hängen“. Bernd Becker (Altdorf) brachte den Brand in der Kommunalen Kindertagesstätte Altdorf 2001, morgens um 7.30 Uhr, in Erinnerung. Manfred jun. Götz (Gleisweiler) gewährte „sehr spannende“ Einblicke in den Brand einer Gaststätte in der Badstraße und der damaligen Aufgabe der örtlichen Wehr. Von einem etwas kleineren ersten Einsatz gemeinsam mit dem Ortsbürgermeister Peter Henrich als ein Bauwagen brannte, erzählte Rainer Wadlinger (Flemlingen). Die Kameraden erhielten die Goldene Ehrenmedaille des Landes Rheinland-Pfalz.

50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst leisten Ralf Paulus (Edenkoben) und Jean Lutz (Burrweiler). Das Urgestein der Edenkobener Feuerwehr, Ralf Paulus, kam im Juni 1976 zur aktiven Wehr, war von Januar 1997 bis Mai 2001 stellvertretender Wehrführer und im Anschluss dann bis März 2016 Wehrführer. Auch Jean Lutz kam im Juni 1976 zur Burrweiler Wehr und war von August 2016 bis Dezember 2019 Wehrführer. Auf die Frage nach Gründen, der Feuerwehr über einen so langen Zeitraum treu zu bleiben, waren sich die beiden einig: „die gute Kameradschaft.“ Brandmeister Lutz dankte der Verbandsgemeinde Edenkoben für die jahrelange Unterstützung, gerade auch bei der Anschaffung des neuen Fahrzeugs und lieferte die ein oder andere Anekdote über das ehemalige Fahrzeug gleich mit. Hauptbrandmeister Paulus sah in der „Hilfe für Bewohner, die ich erbringen kann“ einen weiteren wichtigen Faktor des eigenen ehrenamtlichen Engagements. Und einen Tipp hatten die Beiden für die gerade verpflichteten Kameradinnen und Kameraden: „Bleibt dabei, genießt die Kameradschaft und leistet Hilfe - darauf zählen die Anwohnerinnen und Anwohner.“

Die große Feuerwehrfamilie genoss den Abend, der wieder einmal zeigte, die Feuerwehr lebt die Gemeinschaft, auch abseits des ehrenamtlichen Dienstes. Und es fehlte an nichts: gute Gespräche, Genussvolles auf dem Teller und im Glas, Süßigkeiten an der Candy-Bar, Spritzgetränke und mehr in der Feuerwehrbar und stimmungsvolle Musik von 2 IRONIC Accoustic Classic Rock Covers mit Claudia und Herrmann. Es wurde getanzt, gelacht und erzählt - bis in die frühen Morgenstunden.

Text und Bilder: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben