Trotz Rückschlägen bleibt der Jugendtreff lebendig
Die Jugendarbeit in Gommersheim hat in diesem Sommer gezeigt, was möglich ist, wenn Jugendliche, Ehrenamtliche und Verantwortliche gemeinsam anpacken. Der Jugendtreff in der Hauptstraße 66 war während der Sommerferien durchgehend von 14 bis 22 Uhr geöffnet und wurde bei verschiedenen Aktionen gut angenommen. Gleichzeitig musste die Jugendarbeit in den vergangenen Monaten auch einige Rückschläge verkraften. Umso wichtiger ist der Blick nach vorne: Der Jugendtreff soll weiterhin ein Ort für Begegnung, Gemeinschaft und eigene Ideen der Jugendlichen bleiben.
Bereits im Vorfeld der Sommerferien hatte eine Jugendversammlung im Rathaus wichtige Impulse für die weitere Jugendarbeit gegeben. Eingeladen waren Jugendliche zwischen 15 und 21 Jahren. Auch wenn die Beteiligung an der Versammlung selbst und an der begleitenden Umfrage noch ausbaufähig war, wurden klare Wünsche deutlich: Besonders gefragt sind Sportveranstaltungen, Partys und gemeinsame Erlebnisse. Zudem besteht Interesse an Angeboten für ältere Jugendliche und an Möglichkeiten, den Außenbereich des Jugendtreffs stärker zu nutzen.
Dass attraktive und unkomplizierte Angebote funktionieren, zeigte sich bereits im Sommer eindrucksvoll. Bei verschiedenen Aktionen war im Jugendtreff regelmäßig viel los. Ein Eisangebot sorgte beispielsweise für einen gut gefüllten Fahrradparkplatz und zahlreiche Jugendliche im Treff. Es wurde gemeinsam geschlemmt, Musik gehört, im Außenbereich Cornhole und Frisbee-Basketball gespielt, am Billardtisch gezockt oder einfach gemeinsam auf der Couch gechillt. Auch ein Pizzaabend und weitere Aktionen wurden gut angenommen.
„Die Bude ist voll, wenn etwas angeboten wird“ – genau diese Erfahrung bestätigt sich immer wieder. Die Jugendlichen nehmen die Möglichkeiten gerne an, kommen miteinander ins Gespräch und gestalten den Treff auf ihre eigene Weise. Auch die WhatsApp-Gruppe des Jugendtreffs wächst stetig und hat inzwischen die Marke von 50 Mitgliedern erreicht. Als Dankeschön wurde eine Glücksrad-Aktion organisiert. Die Gruppe richtet sich an Jugendliche ab der weiterführenden Schule und informiert über Aktionen und Angebote im Jugendtreff.
Leider gab es im Laufe des Sommers auch unschöne Vorkommnisse. Unter anderem wurde ein Schrank aufgebrochen und die Kasse gestohlen. Zudem kam es wiederholt zu Verstößen gegen das bestehende Rauch- und Drogenverbot. Auch wurde der Jugendtreff teilweise nicht ordentlich hinterlassen. Diese Vorfälle waren besonders bedauerlich, da der Treff allen Jugendlichen offenstehen soll und von vielen verantwortungsvoll genutzt wird.
Als Konsequenz musste die bisherige offene Nutzung zeitweise eingeschränkt und neu organisiert werden. Der Jugendpflegeförderverein Gommersheim machte dabei deutlich, dass die große Mehrheit der Jugendlichen den Raum respektvoll nutzt und nicht für das Verhalten Einzelner verantwortlich gemacht werden soll. Gleichzeitig braucht ein gemeinsamer Treffpunkt klare Regeln und die Bereitschaft aller, Verantwortung für den Raum zu übernehmen.
Trotz dieser Rückschläge geht es weiter. Besonders erfreulich ist, dass die Aktionen des Jugendpflegefördervereins weiterhin gut besucht werden. Anja und Rebekka engagieren sich mit verschiedenen Angeboten und sorgen gemeinsam mit weiteren Helferinnen und Helfern dafür, dass im Jugendtreff regelmäßig etwas stattfindet. Auch beim Kuchenverkauf im Rahmen des Kleiderbasars unterstützten Jugendliche tatkräftig. Durch den Einsatz konnte Geld für den Jugendpflegeförderverein erwirtschaftet werden, dass künftig wieder in neue Anschaffungen und damit in die Jugendarbeit investiert werden kann.

Auch die jüngeren Besucherinnen und Besucher kommen nicht zu kurz. Die langjährige „Bastelfee“ Lara verabschiedet sich am 3. September von 16.30 bis 18 Uhr beim Kinderbasteln. Das Angebot richtet sich an Kinder ab dem Grundschulalter. Erfreulicherweise konnte bereits eine Nachfolgerin gefunden werden, sodass das Kinderbasteln ab Oktober mit frischem Wind und neuen Ideen weitergeführt wird. Weitere Informationen und die neuen Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.
Am 10. September ab 16 Uhr steht anschließend ein gemütlicher Nachmittag mit Chillen, Dart und Waffeln für die Großen auf dem Programm.
Weitere Aktionen sind bereits geplant: Am 24. September ab 16 Uhr können Jugendliche beim Cookie-Workshop ihre eigenen Cookies gestalten. Die Teilnahme kostet für Nichtmitglieder 3 Euro. Am 31. Oktober wird es von 17 Uhr an eine Halloween-Aktion im Jugendtreff mit Hot Dogs und Getränken geben.
Auch neue Ideen sind ausdrücklich willkommen. Ein besonderer Wunsch aus der Gruppe ist beispielsweise ein Sushi-Workshop. Wer sich in der „hohen Kunst des Sushi-Machens“ auskennt und Lust hat, sein Wissen an Jugendliche weiterzugeben, kann sich gerne beim Jugendpflegeförderverein melden.
Neben den Angeboten steht auch die Zukunft des Vereins selbst im Mittelpunkt. Die nächste öffentliche Vorstandssitzung des Jugendpflegefördervereins Gommersheim findet am 8. September um 19 Uhr statt. Bei einem kleinen Umtrunk besteht die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Gleichzeitig wird dringend nach Menschen gesucht, die Verantwortung übernehmen und den Verein künftig mitgestalten möchten. Denn klar ist: „Wir brauchen dich, damit unser Verein Zukunft hat!“
Jugendpflegerin Maren Hofmann sieht in der Entwicklung eine wichtige Chance für die weitere Jugendarbeit in Gommersheim. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass Interesse und Potenzial vorhanden sind. Jetzt gilt es, dieses Potenzial weiter zu nutzen, Jugendliche zu erreichen, ihnen Raum für eigene Ideen zu geben und gemeinsam attraktive Angebote zu entwickeln.“
Der Jugendtreff soll ein Ort bleiben, an dem Jugendliche willkommen sind, Freunde treffen, gemeinsam aktiv werden oder einfach Zeit miteinander verbringen können. Dafür braucht es nicht nur Räume und Angebote, sondern vor allem Jugendliche, die sich einbringen, und Erwachsene, die sie dabei unterstützen. Die Jugendarbeit in Gommersheim geht weiter – und sie soll weiterwachsen. Die gut besuchten Aktionen machen Mut und zeigen: Wenn etwas geboten wird, sind die Jugendlichen da.
Text: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben