Seit Februar wird in der neuen Küche gekocht, im Sozialraum Gespräche geführt und auch die PV-Anlage auf dem Dach liefert Energie. Die „Baustelle ist weg, die neue Küche ist jetzt da“ verkündeten die Kinder im Sprechgesang und freuten sich über das leckere Essen.
Und die Gäste freuten sich mit: Kreisbeigeordneter Georg Kern, Bürgermeister Daniel Salm, Dominic Schmedeshagen in Vertretung des Pfarrers Matthias Pfeiffer, Erster Beigeordneter Thomas Brödel, Ortsbürgermeisterin Sybille Menyhárt aus Großfischlingen, Mitglieder des Gemeinderates, Michael Humbert und Otto Karl von humbertarchitekt, Jürgen Mayrock von der Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben und Elternvertreter.
Ortsbürgermeister Christian Kocher begrüßte die Gäste im Turnraum der Einrichtung, die zurzeit von 93 Kindern aus Edesheim, Großfischlingen und Weyher besucht werden. Beigeordneter Dr. Martin Oberhofer lieferte einen umfassenden Blick auf die Umbauarbeiten im laufenden Betrieb. Begonnen mit den ersten Planungsentwürfen im Spätjahr 2021 und der schließlich doch erfolgreichen Suche nach einem Architekten konnte mit der im April 2024 vorliegenden Baugenehmigung dann auch im Januar 2025 gestartet werden. Der Glas-Erker mit dem Bällebad und einen Blick nach außen auf eine Holzhütte wich dem Zugang zu einem 34,32 Quadratmeter großen Anbau. Dort untergebracht ist der neue Sozialraum mit Teeküche und im Außenbereich konnte der 12 qm große Fahrradabstellplatz überdacht werden. Auf dem Dach des Anbaus wurde eine PV-Anlage mit 30 kWp installiert und in Betrieb genommen, auch die Lüftungsanlage für die Küche fand darauf Platz. Und die Hauswirtschaftskraft Regina Wörner hat nun eine 26 Quadratmeter größere Küche um leckere Gerichte zu zaubern. Der ehemalige Personalraum ist nun Teil der insgesamt 44 Quadratmeter großen Küche mit Vorratsraum. Nun sind die Vorgaben des Kita-Gesetzes und der damit einhergehende Rechtsanspruch auf durchgehende Betreuung inklusive Mittagessen umgesetzt.
Allen Beteiligten sei wichtig gewesen, beim Anbau so wenig wie möglich Spielflächen im Außenbereich zu opfern, informierte der Beigeordnete. Die Kosten beliefen sich auf 826.000 Euro, informierte Oberhofer und bedankte sich auch beim Landkreis Südliche Weinstraße für die Zuwendung in Höhe von 124.100 Euro und beim Land Rheinland-Pfalz für die Förderung in Höhe von 255.000 Euro aus dem Sonderprogramm Kita-Bau 2024. Der Beigeordnete dankte dem Architekturbüro, der Verbandsgemeindeverwaltung und der Katholischen Kirche für die gute Zusammenarbeit sowie der Leiterin Christine Kiefer und deren Team für die Geduld während des Umbaus. Ebenso dankte Oberhofer der Katholischen Kirche für die Möglichkeit, im Pfarrheim von November 2025 bis Februar 2026 zu kochen.
Das rief Erinnerungen bei den Erzieherinnen hervor, schmunzelnd berichteten sie von Essen und Geschirr, das Tag für Tag zwischen Pfarrheim und Kindertagesstätte auf Reisen ging. Leiterin Christine Kiefer sprach von einem guten Miteinander während der gesamten Bauphase von Architekt über Kirche hin zu den Eltern. Die schlaflosen Nächte sind vorbei, seit Sommer können nun alle Kinder in der Einrichtung zu Mittag essen, schwärmte Kiefer und sprach von einer tollen Gemeinschaft am Tisch.
Bürgermeister Daniel Salm freute sich mit den Kindern und dem Erzieherteam über das erweiterte Raumangebot. Bildung wie auch Essen brauche Raum - insbesondere dort, wo frisch, regional und mit Liebe gekocht wird. Überhaupt, so der Bürgermeister, habe Edesheim gute Voraussetzungen, während in beiden Kitas frisch gekocht wird, entstehe zurzeit in der Grundschule Edesheim ebenfalls eine Mensa. Edesheim sei „ein Ort zum Wohlfühlen“, setze sich für die Generationen ein und habe einen Rundumblick, lobte der Kreisbeigeordnete Georg Kern. Die Sorgenfalten seien gewichen und der Anbau der Katholischen Kindertagesstätte strahle. Das Betreuungsangebot sei ein wichtiger Baustein für die Gemeinde, so Kern. Architekt Michael Humbert erinnerte sich an die „wahnsinnige Entwicklung der Kosten“. Nach einem ersten gemeinsamen Anbau 2011 sei auch diese Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten sehr gut gewesen. Dominic Schmedeshagen von der Katholischen Kirche in Stellvertretung von Pfarrer Matthias Pfeiffer bestätigte die gute Kooperation und dankte der Kommune wie auch der Kita für das gemeinsame Wirken und für eine „Einrichtung mit Seele“.
Text und Bilder: Verbandsgemeindeverwaltung Edenkoben
